Über uns

Wir sind ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Eingetragen, als Tierschutz ohne Grenzen e.V. ins Vereinsregister der Stadt Heidelberg.

Und das wollen wir auch sein: ein überregionaler Tierschutzverein, der den Tierschutzgedanken – nicht nur hier in Deutschland sondern besonders im nahen Ausland fördert und unterstützt.

Wir wollen das Elend, das in den staatlichen und städtischen Tierheimen unserer so beliebten Urlaubsländer herrscht, nicht nur Mitleid heischend zeigen, sondern wir wollen Lösungswege zeigen, wie man als deutscher Urlauber, der möglicherweise vor Ort Tieren helfen möchte, auch wirklich helfen kann.
Wir unterstützen seit langer Zeit vor allem spanische Tierheime, seit 2008 helfen wir auch Tieren aus Rumänien und Ungarn. Dabei geht es nicht darum, unseren Freunden im Ausland zu zeigen, wie man das besser macht als Deutscher, sondern wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe, bzw. unterstützen unsere ausländischen Partner.in ihrer Arbeit.

Tierschutzarbeit im südlichen und insbesondere östlichene Ausland bedeutet Pionierarbeit und hat nichts mit Romantik, sondern mit viel Elend zu tun. Deshalb brauchen Tierschützer im Ausland Anerkennung, Aufmunterung und unsere moralische Unterstützung, jemanden der auch die kleinen Verbesserungen sieht und lobend erwähnt. Durch Vermittlung der Tiere hier in Deutschland, die in ihrer Heimat nur den sicheren Tod gefunden hätten, können unsere Tierschutzfreunde zeigen, dass ihre Tierschutzarbeit iin Deutschland wahr und ernstgenommen wird und dass die Tiere einen Wert haben. Durch unsere Dokumentation, wo die Tiere hinkommen, können die Tierschützer in der Heimat dokumentieren, dass die Tiere Familien finden und  von diesen geliebt werden . Sie können zeigen, dass hier in Deutschland Ihre Tiere es wert sind,  als Mitgeschöpfe und nicht als Ärgernis angesehen zu werden, das das Strassenbild verschandelt man möglichst schnell und billig beseitigt.
Auf diese Weise unterstützen durch ihre Tierliebe und Toleranz die Adoptanten unserer Vermittlungstiere diese Tierschutzarbeit, denn sie dienen als Vorbild  und zeigen wie den im Heimatland weggeworfenen Tieren eine Chance auf Leben gegeben wird. Und langsam kann man in Spanien auch sehen, dass sich zumindest in Katalonien oder in bestimmten Städten außerhalb Kataloniens ein Umdenken einsetzt. So finden sehr junge Tiere oder Rassetiere oder auch kleine Mischlinge durchaus schon Adoptanten. Schön wäre, wenn durch deutsches Vorbild durch die  Adoption von Sorgenkindern, also von älteren Tieren  oder solchen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, es gelänge, dass es auch in unserem Lieblingsurlaubsland kein Todesurteil ist, etwas älter zu sein oder ein gebrochenes Bein zu haben.

Unsere Unterstützung umfasst auch die praktische Arbeit vor Ort. Das heißt: soweit es unsere Finanzen erlauben, fahren wir persönlich in die ärmeren befreundeten spanischen Tierheime, um Tiere zu entwurmen und impfen zu lassen oder wir bringen sie zum Tierarzt, um die längst überfällige Behandlung einzuleiten. Die Mitarbeiter im Tierheim können sich solchen Luxus nicht leisten, da sie völlig überlastet sind. Oft schon verloren wir den Wettlauf mit der Zeit und kamen nur noch rechtzeitig, um die leidende Kreatur von ihrem Leiden zu erlösen, doch auch manchmal war es Rettung in letzter Not und ein Tierleben konnte gerettet werden.

Nicht selten treffen wir im Tierheim auf mitfühlende Menschen, nur ihrer deutschen Muttersprache mächtig, die versuchen einen Hund aus diesem Elend zu retten und wir können als Dolmetscher dienen. Häufig können wir eine Familie davon überzeugen, dass es vernünftiger ist, nicht einen frisch abgegebenen Welpen einen Tag vor der Abreise nach Deutschland mitzunehmen, sondern einen einjährigen anderen Hund von dem sicher ist, dass er auch geimpft ist.

Auch wir nehmen immer Hunde mit nach Deutschland, da verschiedene Hunde in spanischen Tierheimen keine Chancen haben. Aber nur geimpfte Hunde. Klar, wollen wir den Tierheimen helfen, von der hohen Anzahl von Hunden etwas herunter zu kommen, aber bei aller Tierliebe: jeder gerettete Hund muss auch ein geimpfter Hund sein !! Niemals darf ein geretteter vermeintlich gesunder, ungeimpfter Hund einen hiesigen Hund anstecken. Hunde, die beispielsweise mit Parvovirose oder Staupe infiziert sind nicht mehr zu retten, sondern Todesengel für andere. Neben Tollwut sollte der mitgebrachte Hund in jedem Fall folglich auch mindestens einmal gegen Staupe und Parvovirose geimpft sein.

Leider haben in den letzten Jahren diese Krankheiten in unserer Region zugenommen. Das erklärt sich in den zahlreichen Auslandsimporten von Hunden.

Illegale Hundehändler, die vor allem Rassehunde zu vermeintlichen Schnäppchenpreisen anbieten, schmuggeln nicht nur ungeimpfte Hundewelpen, sondern auch mit ihnen gefährliche Infektionskrankheiten über die deutsche Grenze. Diese Hunde werden in großem Stil in Polen, Belgien und Holland unter furchtbaren Bedingungen gezüchtet und kommen so auf den deutschen Markt mit gefälschten Impfausweisen und Zuchtpapieren. Dabei wird in Kauf genommen, dass fast 90 von 100 Welpen die Reise nicht überleben. Die meisten dieser Welpen sind nicht nur psychisch sondern auch körperlich krank. Viele sterben schon nach ein paar Tagen in ihren neuen Familien.

Neuerdings haben es sich aber auch einige „Tierfreunde“ zur Herzenssache gemacht, massenweise frisch geimpfte Welpen einfliegen zu lassen und zu „vermitteln“. In verschiedenen Telefongesprächen berichtete man uns von Welpen, die dann in den neuen Familien starben. Wer frisch geimpfte oder ungeimpfte Hundewelpen zu irgendwelchen Hündinnen bei Ausflügen einfach dazupackt und als Hündin mit Welpen deklariert, um Zollbestimmungen zu entgehen, nimmt ähnlich hohe Sterblichkeitsraten wie die oben angeprangerten Hundehändler in Kauf und unterscheidet sich daher in unseren Augen nicht davon. Hier wird bewusst versucht, gewinnträchtig Kasse zu machen, unter dem Deckmantel des Tierschutzes.

Nicht weniger gefährlich ist es, vierbeinige Urlaubsandenken ungeimpft oder frisch geimpft mitzunehmen. Auch ein Tierliebhaber kann in seiner Ahnungslosigkeit fatale Fehler begehen, die deutschen Tieren das Leben kosten. Denn diese Hunde gefährden unsere heimischen Haus- und Wildtiere. Besonders gefährdet sind: jeder alte Hund und auch jeder Welpe, selbst wenn sie geimpft sind, da ihr Immunsystem noch nicht oder nicht mehr so stark ist wie das eines geimpften, erwachsenen Hundes. Jeder ungeimpfte Hund und jedes hundeartige Wildtier (Fuchs, Iltis etc.) kann sich an Parvovirose, einer Durchfallkrankheit oder an Staupe, die ähnlich ansteckend ist wie Masern, und Tollwut anstecken und wird daran sterben. Relativ unbekannt ist, dass auch Katzen gefährdet sind.

Unsere gesunden, geimpften, spanischen, kleinen Hunde sind eine Antwort auf den illegalen Hundehandel. Und unsere erwachsenen Hunde bewahren Familien vor üblen Überraschungen. Diese Hunde wurden nicht in Massentierhaltung gezüchtet, sondern sind Folge der leider noch zu laxen Haltung vieler Spanier gegenüber Hunde-Empfängnisverhütung.

Aber natürlich setzen wir uns dafür ein, dass sich dies ändert, aber Schritt für Schritt. Auch wir Deutschen haben lange gebraucht, die artgerechte Haltung unserer Haustiere und den richtigen Umgang diesen zu lernen!! ... und einige unserer Mitmenschen haben es immer noch nicht verstanden.

Sie werden fragen: warum ausländische Tiere überhaupt und warum nicht nur kleine Hunde?

Es ist wahr, dass wenn man in deutschen Tierheimen auf der Suche nach einem kleinen Hund ist, man oft keinen Erfolg hat. Kleine, attraktive Hunde landen nur ganz selten in deutschen Tierheimen. Es ist traurig genug, dass manche Familien den alten ausgedienten Schoßhund vom Opa das Gnadenbrot verwehren, wohl aber nicht aufs Erbe verzichten wollen.

Seit den Hundeverordnungen, besonders der Hundeverordnung von NRW, werden aber die ausländischen Tierheime besonders nach Hunden abgesucht, die kleiner als 40cm sind und weniger als 20kg wiegen, damit die künftigen Halter keinen Eignungstest absolvieren müssen. Da nun aber auch langsam der spanische Familienvater auch im spanischen Tierheim nach einem kleinen Familienhund sucht, ergibt sich eine große Not für die größeren Hunde und auch die Riesenrassen.

Unser Verein besteht aus einer Anzahl von Menschen, die abwechselnd immer wieder für ein paar Wochen einen Hund aufnehmen können. Unsere Pflegefamilien haben selbst eigene Hunde und da sollte auch der Pflegehund irgendwie dazupassen. Jeder kann nur solange ein Tier beherbergen, wie er nun mal Zeit hat und unsere Pflegefamilien geben wirklich ihr Bestes !! Früher waren das nur kleine bis mittlere Hunde. die leicht erziehbar, kinderfreundlich, möglichst sogar katzenfreundlich und unproblematisch sind, um unsere Pflegefamilien und deren Tiere nicht zu gefährden.

Nun hat sich aber in unserem Verein eine Gruppe von Pflegeplätzen gefunden, die auch den Großen und ganz großen Hunden eine Chance geben wollen. Einige sitzen schon ganz lange in befreundeten Tierheimen als so genannte Restposten und einige haben wir kommen lassen und konnten die teilweise sogar nicht mehr ganz taufrischen Exemplare in hochzufriedene Familien vermitteln. Somit schützt auch Alter vor Vermittlung nicht. Und das sind die wirklichen Highlights, wenn man einen angeblich chancenlosen Hund (groß und älter) erfolgreich in eine liebevolle Familie vermittelt. Welpen vermitteln kann jeder!
Wir retten folglich nur Hunde, die unsere Pflegefamilien aufnehmen wollen. Wer einen kleinen Hund unterbringen kann, nimmt den Kleinen, wer einen großen phlegmatischen Hund haben möchte, genießt die Ruhe des Giganten. Wichtig für die Aufnahme eines Hundes durch unseren Verein ist in erster Linie der Charakter eines Tieres und in zweiter Linie, ob wir über einen passenden Pflegeplatz verfügen, bis der Hund vermittelt wird.

Hinzu kommt, dass wir den hiesigen Tierheimen, die übrigens phantastische Arbeit leisten, keine Konkurrenz, sondern Partner sein wollen. Wie sollen die umliegenden Tierheime noch normale Hunde vermitteln können, wenn wir mit Kataloghunden in deren Konkurrenz treten? Einige Tierheime tragen genug an der Last Listenhunde zu vermitteln. Unser Verein hat immerhin das Privileg zu wählen, welchen Hund er aufnimmt und ob er das leisten kann.

Leider haben wir, da wir ein ganz neuer Verein sind, noch keine Katzenpflegeplätze und leider ist das Katzenelend in Deutschland nur wenig geringer groß als im Ausland. Angesichtes der Tatsache, dass in den vergangenen Jahren selbst Rassekatzen wie Müll in deutschen Tierheimen abgeladen wurden, müssen wir uns darauf schweren Herzens beschränken, nur in der katzenarmen Winterzeit, wenn die deutschen Tierheime wieder aufatmen können, einzelnen ausländischen Katzen zu helfen. Nur wenn wir zusätzliche Pflegeplätze finden, können wir es verantworten, den unbestritten erbarmenswerten Katzen, die gerade in Spanien ein unerträgliches Dasein fristen, zu helfen.

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